Verein zur Förderung der Forschung im Pferdesport e.V.

Genomforschung beim Pferd - FFP-Jahrestagung in Vechta (Januar 2015)

Rund um die Bedeutung der Genomforschung für die internationale Reitpferdezucht dreht sich die diesjährige Jahrestagung des FFP (Verein zur Förderung der Forschung im Pferdesport). Vom 17. bis 19. April 2015 treffen sich in Vechta anerkannte Wissenschaftler, erfahrene Praktiker und engagierte Pferdeleute zu einem regen Austausch.

Die Entschlüsselung der genetischen Struktur des Pferdes ist einem internationalen Forscherkonsortium gelungen und wurde 2009 veröffentlicht. Die gewonnenen Erkenntnisse können Wissenschaftlern beispielsweise als Basis dienen, um Ursachen von Erkrankungen besser zu verstehen und neue Behandlungsstrategien zu entwickeln. Und auch für die Selektion von Zuchttieren ist das Wissen um die genetische Landkarte des Pferdes wertvoll und in der Rinderzucht beispielsweise gängige Praxis. Doch wie weit werden diese Erkenntnisse bereits genutzt, welche Bedeutung haben sie in der Praxis und welche lassen sich wie in die Pferdezucht integrieren? „Das Thema ist nur auf den ersten Blick rein wissenschaftlich-theoretisch, die Betrachtungen der Referenten bleiben so nah wie möglich an der Praxis und werden uns spannende Einblicke liefern", versichert Arno Lindner, Vorsitzender des Vereins.

So spricht Agrarwissenschaftler Reinhard Reents über Erfahrungen mit der genomischen Selektion in der Zuchtpraxis. Auf den Stand und das Potential der Genomforschung in Hinblick auf die Pferdegesundheit geht Jens Tetens ein. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Genomanalyse bei Nutztieren. Die Voraussetzungen der genomischen Selektion beim Pferd beleuchtet Georg A. Thaller. Seine Arbeitsschwerpunkte im Bezug auf das Pferd sind das Inzuchtgeschehen und die genomische Selektion. Sofia Mikko von der Universität in Uppsala berichtet über den aktuellen Status und das Potenzial der Genomik in Bezug auf Leistungsmerkmale in der Sportpferdezucht. Die schwedische Wissenschaftlerin befasst sich aktuell mit dem genetischen Hintergrund von Leistungsmerkmalen des Schwedischen Warmblutpferdes sowie verschiedener Krankheiten.

Neue Konzepte zur Phänotyp-Erschließung am Beispiel zentrale Gesundheitsdatenbank für Pferde stellt Kathrin F. Stock vor. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind die Routinezuchtwertschätzung für Milchrinder. Wie der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse plant, erläutert Zuchtleiter Wolfgang Schulze-Schleppinghoff.

Wie bei allen FFP-Veranstaltungen ist viel Raum für kritische Überlegungen und konstruktive Diskussionen. Am Sonntag findet dazu der direkte Austausch mit allen Referenten und Referentinnen statt. „Dieser im vergangenen Jahr neu eingeführte Programmpunkt wurde von den Teilnehmern mit reger Teilnahme honoriert und verspricht auch in diesem Jahr großes Engagement und wertvolle Erkenntnisse“, freut sich Arno Lindner auf die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Pferdezuchtverband durchgeführt wird.

Im Rahmen der Tagung werden außerdem fünf deutschsprachige Doktorarbeiten aus 2013 vorgestellt, die eine Arbeitsgruppe der FFP-Mitglieder als besonders interessant ausgewählt hat. Abgerundet wird die dreitägige Tagung durch ein Rahmenprogramm mit Züchtern und Pferden des Oldenburger Pferdezuchtverbandes.                 

Weitere Informationen, ein detailliertes Programm und Anmeldungen bei:

Arno Lindner
Tel. 02461/34 04-30, arnolindner@t-online.de 
unter: www.ffp-ev.de oder www.facebook.com/pferdesportffp

 

Hochaufgelöste Pressefotos

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