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Training mit langsameren und längeren Belastungen hat die größere Wirkung (2013)

Wirkung von Training mit unterschiedlichen blutlaktatgesteuerten Belastungen auf die Feinstruktur und Histochemie der Muskeln von Sportpferden

Beteiligt:

  1. A. Lindner, S. Kissenbeck, H. Mosen, Arbeitsgruppe Pferd, Jülich, Deutschland
  2. S. Dag Erginsoy, Department of Veterinary Pathology, University of Kafkas, Kars, Turkey
  3. U. Hetzel, Veterinary Pathology, School of Veterinary Science, University of Liverpool, Liverpool, UK
  4. W. Drommer, Institute for Veterinary Pathology, University for Veterinary Medicine, Hanover, Germany
  5. V. E. Chamizo, J. L. L. Rivero, Department of Anatomy, University of Córdoba, Córdoba, Spain

Veröffentlicht in: J Anim Physiol Anim Nutrition 2013, 97 (2): 374-86. doi: 10.1111/j.1439-0396.2012.01283.x.
Epub 2012 Mar 8. Effect of different blood-guided conditioning programmes on skeletal muscle ultrastructure and histochemistry of sport horses

Hintergrund

Ergebnisse aus einem anderen Teil der Studie (Lindner et al 2009) zeigten eine bessere Wirkung auf Parameter des Energiestoffwechsels, wenn Pferde wiederholt (Training) über 45 Minuten bei einer Geschwindigkeit von v1,5 belastet wurden (v1,5 = Geschwindigkeit, die im Belastungstest 1,5 mmol Laktat / Liter Blut hervorrief). Die zweitbeste Wirkung hatten Belastungen bei v2,5 (auch über 45 Minuten) und am wenigsten wirkten die Belastungen bei v4 über 25 Minuten. Im vertiefenden Teil der Studie wurde nun die Feinstruktur und histochemische Zusammensetzung der Kruppenmuskulatur der Pferde bestimmt (Gluteus medius), um Anpassungsmechanismen besser zu verstehen, die durch Training hervorgerufen werden.

Folgendermaßen untersucht

Sechs 2jährige Haflinger, die, führten über ein Jahr hinweg alle 3 zu untersuchenden Trainingsinhalte (Belastungen) durch. Die drei Belastungen waren: v1,5 und v2,4 über 45 Minute sowie v4 über 25 Minuten. Je eine davon wurde 6 Wochen lang an jedem 2. Tag durchgeführt (Trainingsperiode). Die Reihenfolge der Trainingsperioden war so gewählt, dass alle drankamen. Zwischen den 6wöchigen Trainingsperioden wurden die Pferde jeweils 5 Wochen lang nicht trainiert. Die Muskelproben wurden vor und nach jeder Trainingsperiode aus der Kruppenmuskulatur in 6 cm Tiefe entnommen und dann mit dem Elektronenmikroskop sowie histochemischen Methoden untersucht.

Ergebnisse

Der Muskel war bei allen Belastungen gleichermaßen verändert, aber am deutlichsten bei Belastungen mit v1,5 gefolgt von bei v2,5, beide über 45 Minuten: die Größe der Mitochondrien, der Myofibrillen und der Typ IIA Muskelfasern nahm zu und die Anzahl der Typ IIX Muskelfasern nahm ab. Alle Veränderungen weisen auf eine Verbesserung der Kraft und Ausdauer des Muskels hin. Während der 5wöchigen Ruhephasen zwischen den Trainingperioden bildeten sich alle Veränderungen weitgehend zurück.

Schlussfolgerung

Das Training mit längeren und langsameren Belastungen ist effektiver als mit kürzeren und schnelleren Belastungen, um Muskelparameter zu beeinflussen, die für Stärke und Ausdauer stehen.

Zitierte Literatur

Lindner A., H. Mosen, S. Kissenbeck, H. Fuhrmann and H.P. Sallmann (2009) Effect of blood lactate-guided conditioning of horses with exercises of differing duration and intensities on heart rate and biochemical blood variables. J. Anim. Sci. 87, 3211-3217.

Sponsoren
Verein zur Förderung der Forschung im Pferdesport e.V. Höveler
Spezialfutterwerke und Science Consult

 

Bei Interesse an einer Kopie der Veröffentlichung: contact@agpferd.de